IGPP - Servicebereich Bibliothek und Archiv
Überblick
Die IGPP-Serviceabteilung umfasst folgende Bereiche:- die seit 1973 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Sondersammelgebiet geförderte Bibliothek "Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie" in der Universitätsbibliothek Freiburg
- ein Forschungsarchiv, in dessen Mittelpunkt die Erfassung, Sicherung, Erschließung und Auswertung solcher Materialien (z.B. Falldokumentationen, Forschungsunterlagen, Fotos, Filme, Korrespondenzen, Manuskripte oder Gelehrtennachlässe) steht, die für die historische Rezeptionsforschung der Parapsychologie und für die Institutsgeschichte von zentraler Bedeutung sind
- ein Informationsangebot für alle mit
Parapsychologie und Grenzgebieten der Psychologie
zusammenhängenden Fragen, das aus folgenden
Materialien besteht:
- einem Basistext zur parapsychologischen Forschung
- eine Information zur Frage "Studium der Parapsychologie"
- einer Liste mit einführender und vertiefender Forschungsliteratur,
- einem Glossar wichtiger parapsychologischer Begriffe
- dem Inhaltsverzeichnis aller seit 1957ff. erschienenen Hefte der "Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie"
- einer Auswahl neuerer deutschsprachiger Dissertationen zum Themengebiet "Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie"
- einer Zusammenstellung wichtiger Websites parapsychologischer Forschungsorganisationen.
- ein Text über Leben und Werk des Institutsgründers Prof. Hans Bender (1907-1991)
- ein Verzeichnis von Benders Schriften
- ein Text über Prof. Johannes Mischo (1930-2001)
- eine Chronologie der Freiburger parapsychologischen Forschung
- eine Bibliografie der Forschungsliteratur zur Astrologie (derzeit nicht online)
Mitarbeiter
| Abteilungsleiter | |||
|---|---|---|---|
| Dipl.-Psych Eberhard Bauer | 0761/20721-11 | bauer@igpp.de | CV |
| Sekretärin | |||
| Dr. Frauke Schmitz-Gropengießer | 0761/20721-20 | schmitz@igpp.de | |
| Bibliothekarin | |||
| Micaela Brunner | 0761/20721-60 | brunner@igpp.de | |
| Wissenschaftl. Mitarbeiter | |||
| Andreas Fischer | 0761/20721-63 | fischer@igpp.de | |
| Uwe Schellinger, M.A., Institutsarchiv | 0761/20721-61 | schellinger@igpp.de | CV |
Bibliothek
Die ca. 60 000 Bände (Stand: 2008) umfassende Spezialbibliothek "Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie" gehört zu den größten Büchersammlungen dieser Art in Europa und wächst jedes Jahr zwischen 900-1000 Bände. Sie wird seit 1973 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, wobei Mittelempfängerin die Universitätsbibliothek Freiburg ist.Im Mittelpunkt steht die systematische und möglichst vollständige Erfassung des wissenschaftlichen Schrifttums der Parapsychologie im engeren Sinne; daneben wird auch das ganze Spektrum der "Grenzwissenschaften" miterfasst: Okkultismus und Spiritismus in ihren ganzen Spielarten ('okkulte Praktiken', Jenseitskontakte, mediale Kundgaben, Wiedergeburtserinnerungen, Tonbandeinspielungen, Channeling u.a.), Wünschelrute und Radiästhesie ('Erdstrahlen'), Geistige Heilung und Paramedizin, Astrologie, Divinations- und Orakelpraktiken (Tarot, I Ging), UFO-Forschung, Magie und Zauberkunst und schließlich auch das große Gebiet der "Anomalistik" (einschließlich der "Forteana", den nach Charles Fort benannten Phänomenen), etwa Kryptozoologie, Atlantis, Astro-Archäologie u.ä. Schließlich fällt darunter auch das ganze New Age/Esoterik-Schrifttum. Die Bibliothek bezieht etwa 280 Zeitschriften und Mitteilungsblätter aus der ganzen Welt. Vollständig vorhanden sind alle internationalen Fachzeitschriften für parapsychologische Forschung und Anomalistik.
Alle Bestände der Institutsbibliothek sind komplett im Online-Katalog der Universitätsbibliothek Freiburg erfasst und direkt über die UB Freiburg ausleihbar. Ausnahme: Die Signaturgruppen Frei122-A und Frei122-Z befinden sich in der Präsenzbibliothek des IGPP (Öffnungszeiten Mo-Di und Do-Fr 8.30 bis 16 Uhr (Mittwochs geschlossen); Tel. der Bibliothekarin: 0761-20721-60).
Digitalisierung ausgewählter IGPP-Zeitschriftenbestände
Das IGPP hat damit begonnen, ausgewählte Teile seines Zeitschriftenbestandes zu digitalisieren und diese in Zusammenarbeit mit der UB Freiburg über das Internet zur Verfügung zu stellen. Bei ihrer Auswahl spielen Aspekte der Bestandserhaltung (Bedrohung durch Papierzerfall) sowie ihr historischer Quellenwert für die Kultur-, Sozial- und Wissenschaftsgeschichte von Spiritismus, Okkultismus, Psychischer Forschung (Psychical Research) und Parapsychologie eine wesentliche Rolle. Bisher wurden die Bände der theosophischen Zeitschrift Sphinx (1886-1896) einschliesslich der gleichnamigen einbändigen Zeitschrift 1919/1920) online veröffentlicht (http://www.ub.uni-freiburg.de/dipro/igpp/).
Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie
Seit 1957 existiert die von Prof. Hans Bender gegründete Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie, die das einzige Fachorgan für parapsychologische Forschung in Deutschland darstellt. Sie wendet sich sowohl an Wissenschaftler und Studenten wie auch allgemein an eine interessierte Öffentlichkeit; sie behandelt das Gesamtgebiet parapsychologischer Forschung (spontane paranormale Erfahrungen, Feldstudien, Laborexperimente und theoretische Modelle) einschließlich ihrer Entwicklung, Methoden, Ergebnisse, Probleme und Kontroversen. Das Herausgebergremium setzt sich zusammen aus Eberhard Bauer, Walter von Lucadou, Johannes Mischo (alle Freiburg i. Br.) und Sybo A. Schouten (Utrecht). Redigiert wird die Zeitschrift von Eberhard Bauer und Walter v. Lucadou. Bestellungen und Anforderungen von Probeheften können an das Institut oder an die Anschrift der Abonnementsverwaltung:Geschäftsstelle der WGFP
Hildastrasse 64
79102 Freiburg i.Br.
Tel. 0761-77202
gerichtet werden.
Die Inhaltsverzeichnisse aller bisher erschienenen Hefte stehen zur Verfügung:
[1957-1969 • 1970-1979 • 1980-1989 • 1990-1999] • 2000 ff.]
Veröffentlichungen
Bauer, E. (Hrsg.) (1987). Verzeichnis des Zeitschriftenbestandes des "Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V.". In Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. (S. 113-240 [Sonderheft]).Bauer, E. (1994). Bibliothek des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V. In W. Kehr (Hrsg.), Handbuch der historischen Bestände in Deutschland, Band 7 (S. 184-186). Hildesheim, Zürich, New York: Olms-Weidmann.
Cheroux, C. & Fischer, A. (Eds.) (2005). The Perfect Medium: Photography and the Occult. New Haven, London: Yale University Press.
Fischer, A. (1995). Ein Nachtgebiet der Fotografie. In Schirn-Kunsthalle Frankfurt (Hrsg.), Okkultismus und Avantgarde. Von Munch bis Mondrian 1900-1915. (S. 503-545). Ostfildern: Tertium.
Fischer, A. (1997). Bildteil "Okkulte Fotografie". In Im Reich der Phantome. Fotografie des Unsichtbaren. (S. 27-103). Ostfildern-Ruit: Cantz Verlag.
Fischer, A. (2005). Die "fotografische Rekonstruktion" von Spuk durch Hans Bender und Leif Geiges. In Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg, 2 (S. 19-21).
Schellinger, U. (2000). Das Archiv des "Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V." in Freiburg: Prämissen, Probleme und Perspektiven [42 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung [online Journal], 1 (3). [Volltext verfügbar]
Schellinger, U. (2005). Das Archiv der paranormalen Phänomene in Freiburg. In Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg 2 (2005) 21.



