Aktuelles

Neu erschienen:

Schetsche, M. (2019). Panorama des Unsichtbaren. Beiträge zu einer Wissenssoziologie des Verborgenen. Berlin: Logos Verlag.

Jeder und jede von uns hat Geheimnisse. Aber wie ist das mit ganzen Gesellschaften? Welches geheime Wissen lauert dort, gut verborgen unter der Oberfläche all der überbordenden öffentlichen Debatten? Versteckte sexuelle Gewalt, geleugnete politische Morde, verschwiegene wissenschaftliche Entdeckungen, die heimliche Entwicklung von Massenvernichtungswaffen ... alles Geheimnisse, die so gut versteckt sind, dass nicht einmal Verschwörungstheorien darüber spekulieren.

Doch wie ist die Existenz solcher Schattenzonen des Wissens überhaupt möglich? Wie können kulturelle Geheimnisse entstehen und wer hütet sie? Und welche Möglichkeiten gibt es, das verborgene Wissen öffentlich zu machen? Doch ist das überhaupt in jedem Falle politisch und ethisch legitim? Der Band stellt die Befunde von zehn Jahren wissenssoziologischer Forschung zu den am besten verborgenen Geheimnissen moderner Gesellschaften in konzentrierter Form vor.


Schetsche, M. & Anton, A. (2019). Die Gesellschaft der Außerirdischen. Einführung in die Exosoziologie. Wiesbaden: Springer VS. Verlag.

Ist die Menschheit allein im Universum? Gibt es eine Chance, jenseits der Erde auf fremde Intelligenzen zu stoßen? Und was würde ein solcher Kontakt für die Zukunft der Menschheit bedeuten?

Dies sind die Fragen, die im Mittelpunkt der neuesten sozialwissenschaftlichen Subdisziplin stehen, der Exosoziologie. Das Buch liefert auch international die erste systematische Einführung in das Fachgebiet, das momentan an der Schnittstelle zwischen Zukunftsforschung, Soziologie der Fremdheit und Interspezies-Kommunikation entsteht. Ausgehend von etablierten sozialwissenschaftlichen Methoden und Theorien wird eine Perspektive für eine über die Erde hinausweisende transhumane Soziologie des 21. Jahrhunderts skizziert.


Anton, A., (2018). Das Paranormale im Sozialismus. Zum Umgang mit heterodoxen Wissensbeständen, Erfahrungen und Praktiken in der DDR. Berlin: Logos.

Vor dem Hintergrund der auf dem Marxismus-Leninismus basierenden "wissenschaftlichen Weltanschauung" galten in der DDR alle im weitesten Sinne esoterischen, übersinnlichen, okkulten und alternativ-religiösen Themen als "finsterer Aberglaube" und wurden systematisch bekämpft. Das Ziel war eine Gesellschaft ohne "Irrationalismen".

Doch wie sah die Situation jenseits des offiziellen Umgangs der DDR-Staatsführung mit entsprechenden Themengebieten aus? Welche Rolle spielten Themen wie Gedankenübertragung, Wahrträume, Ahnungen, Spuk-, Geister- und Jenseitserscheinungen, Parapsychologie, Astrologie und Wahrsagepraktiken, Wunderheilungen, Homöopathie oder UFOs im Alltagsleben der DDR-Bürger? War ihnen durch die Etablierung des Sozialismus tatsächlich der Nährboden entzogen, wie es die offizielle Rhetorik verlautbaren ließ, oder existierten sie gleichsam im Untergrund weiter? Diesen und weiteren Fragen zum Umgang der DDR mit "dem Paranormalen" geht die vorliegende soziologisch-historische Studie erstmals in systematischer Weise nach.