Aktuelles
Neu erschienen:
Redaktionelle Betreuung eines Themenheftes der Zeitschrift für Bewusstseinswissenschaften - Transpersonale Psychologie und Psychotherapie "Forschung" (Liane Hofmann und Dorothee Wienand Kranz) 
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Einzelfallstudien haben in den Wissenschaften eine lange Tradition, stehen in manchen Disziplinen sogar am Beginn wissenschaftlichen Arbeitens überhaupt. Dies gilt nicht zuletzt auch für die Anomalistik und ihre Vorläufer. So ist es an der Zeit, sich einmal aus methodologischer Perspektive mit der Bedeutung von Einzelfallstudien im Rahmen der anomalistischen Forschung zu beschäftigen. Der Band gibt anhand ganz unterschiedlicher Untersuchungsfelder (Spuk, UFOs, Kryptozoologie und Kornkreise) einen kritischen Überblick über Forschungsansätze, Methoden und Problemfelder der Einzelfallforschung. Er dokumentiert außerdem die umfangreichen Forschungsberichte zweier methodisch exemplarischer Einzelfallstudien, die im letzten Jahrzehnt am IGPP Freiburg durchgeführt worden sind und hier erstmals öffentlich vorgestellt werden. Im ersten Fall handelt es sich um die Untersuchung einer in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlichen Foto-Anomalie, im zweiten Fall um die Rekonstruktion spukhafter Ereignisse in einem Hotel im Hochschwarzwald. Weitere komprimierte Fallberichte komplettieren den Band. |
Anton, Andreas (2011) Unwirkliche Wirklichkeiten. Zur Wissenssoziologie von Verschwörungstheorien
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Wie entstehen Verschwörungstheorien? Wie werden sie verbreitet? Und wie wirken sie?
Auf diese und ähnliche Fragen antwortet ein neues wissenssoziologisches Modell
verschwörungstheoretischen Denkens. Das unterliegende
theoretische Konzept wird im Band ausführlich vorgestellt und
am Beispiel der verschwörungstheoretischen Deutungen der
Ereignisse des 11. September 2001 praxisnah erläutert. In den
Blick genommen wird dabei nicht nur das Zusammenspiel zwischen
orthodoxen und heterodoxen Überzeugungssystemen, sondern auch
der Prozess der gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit in
modernen Gesellschaften generell.
Ziel des Bandes ist es, mithilfe verschiedener wissenssoziologischer bzw. diskurstheoretischer Ansätze eine theoretisch plausible wie empirisch tragfähige wissenssoziologische Theorie zur Entstehung und Verbreitung sowie zu den Funktions- bzw. Wirkungsweisen von Verschwörungstheorien zu entwickeln. Hierfür wird zunächst aufgezeigt, dass die wenigen wissenschaftlichen Arbeiten, die sich generell mit Verschwörungstheorien beschäftigen, in der Regel wirkungsorientierte deskriptive Ansätze verfolgen und in erster Linie um historisch-politische Einordnungen und Problematisierung bemüht sind. Die vorgelegte Arbeit geht einen anderen Weg: Mittels eines wissenssoziologischen Zugangs werden Verschwörungstheorien als eigenständige Formkategorie sozialen Wissens beschrieben und im Abgleich mit anderen Wissensformen kategorial bestimmt. Zur empirischen Überprüfung werden die theoretischen Setzungen auf die Verschwörungstheorien rund um die Angriffe auf das World Trade Center vom 11. September 2001 angewandt. |
Band IX der Reihe Grenzüberschreitungen: René Gründer (2010). Blótgemeinschaften – Eine Religionsethnografie des ‚germanischen Neuheidentums’
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Menschen, die sich als "religiöse Heiden" einer Wiederbelebung
vorchristlicher Religionen widmen, begeben sich damit in Grenzbereiche
des gesellschaftlich Akzeptablen. Vorwürfe von Eskapismus,
Irrationalität, Magiegläubigkeit und
Rechtsextremismus bestimmen den Diskurs zu "Neuheiden". Über
deren tatsächliche Rituale, Gruppenstrukturen und
religiösen Sinnwelten ist dabei aber nur wenig bekannt. Als
Ergebnis mehrjähriger Feldforschungsarbeit gibt dieses Buch
erstmals einen differenzierten, ebenso religions- wie
wissenssoziologisch informierten Einblick in die Konstruktionslogik und
Funktionalität zeitgenössischer Asatru-Religion. |


