Forschung:

Wahrheit und Unwahrheit Außergewöhnliche Erfahrungen
weitere Forschungsfelder
Lügendetektor
Außergewöhnliches
Zusammenhänge im EEG räumlich getrennter Personen
Psychophysiologie
von Gewinn und Verlust





Forschungsfeld "Wahrheit und Unwahrheit":

Ziele:

  • Grundlagenforschung im Bereich "Psychophysiologie von Wahrheit und Unwahrheit"
    • Neurophysiologische Korrelate des Lügens
    • mentale Teilprozesse beim Guilty-Knowledge-Test
    • vermittelnde physiologische Mechanismen der vegetativen Reaktion
    • Abgrenzung zwischen "Lügen" im engeren Sinn und Unwahrheit infolge Illusion, Halluzination, Fehlerinnerung, u.a.
    • Forschung an neuen Messvariablen zur Verbesserung der Detektion
  • Erforschung von Mechanismen der Gegenmaßnahmen bei der Lügendetektion
    • zentralnervöse Wirkungsmechanismen von Gegenmaßnahmen
    • Frage der Kontrollierbarkeit von Gegenmaßnahmen
    • Bedeutung von Interferenzaufgaben

Methoden:

  • Polygraphie mit Erfassung von Hautleitfähigkeit, Atemexkursion, Elektrokardiogramm und Fingerpulskurve
  • Elektroenzephalogramm (EEG)
  • Mock-Crime Szenario; Guilty-Knowledge-Test
  • Entwicklung abgewandelter Formen des Guilty-Knowledge-Tests
  • Erfassung zusätzlicher Verhaltensvariablen im Parallelaufgaben-Paradigma

Kooperation:





Forschungsfeld "Außergewöhnliche Erfahrungen":

Psychophysiologie bei Personen mit Aussergewöhnlichen Erfahrungen (AgE)

Ziele:

  • Deskription von AgE- assoziierten Persönlichkeitsvariablen auf psychophysiologischer, behavioraler und testpsychologischer Ebene
  • psychophysiologische Beschreibung qualitativer Zusammenhänge und qualitativer Unterschiede zwischen AgE und Symptomen psychischer Störungen (Differentialdiagnose)
  • psychologische und physiologische Deskription von AgE (Symptomatologie und Diagnose von AgE)

Methoden:

Bild1 Bild2 Bild3
  • experimentelle EEG-Untersuchungen zu Aufmerksamkeit und Reizverarbeitung mit klassischen Paradigmen (z.B. Novelty-Oddball, Schreckreflex, CNV)
  • experimentelle Untersuchungen zur Gestaltwahrnehmung (z.B. Mooney Faces)
  • neuropsychologische und psychologische Testverfahren
  • Entwicklung neuer Forschungsparadigmen zur Erfassung psychophysiologischer und verhaltensrelevanter Charakteristika von Personen mit AgE

Probanden:

  • Klienten der Beratungsabteilung des IGPP: Personen mit AgE
  • Bevölkerungsstichprobe mit Häufung von AgE als Eingangskriterium
  • Kontrollprobanden ohne Bericht von AgE

Kooperationen:

Zukunftsperspektiven:

Das Fernziel des Schwerpunkts "Außergewöhnliche Erfahrungen" liegt darin, in Zusammenarbeit mit dem Beraterteam des IGPP differenziertere biopsychosoziale Modelle und Persönlichkeitskonstrukte zu den unterschiedlichen Erscheinungsformen Aussergewöhnlicher Erfahrungen zu entwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für die Optimierung psychohygienischer Massnahmen nutzbar gemacht und durch Öffentlichkeitsarbeit sowie durch Aus- und Weiterbildungskurse für Psychotherapeuten verbreitet werden.






weitere Forschungsfelder:


  • "Zusammenhänge im EEG räumlich getrennter Personen"

Ziele:

  • Untersuchung möglicher Kommunikation, die nicht mit konventionellen Mitteln erklärbar ist
  • Speziell Replikationsversuch einschlägiger Vorgängerstudien

Methoden:

  • räumliche Trennung paarweise eingeladener Personen, optische Stimulation nur einer der beiden Personen, Analyse des EEG der nicht stimulierten Person
  • komplexe Datenanalyse mit der Frage, ob das EEG der nicht stimulierten Person während der Stimulation der anderen Person eine veränderte Gesamtaktivität zeigt

Kooperation:






  • "Psychophysiologie von Gewinn und Verlust"

Ziele:

  • psychophysiologische Grundlagenforschung zur Neurophysiologie von Gewinn- und Verlusterlebnissen bzw. von Bestätigung und Irrtum.

Leitende Fragen:

  • Wie führt das Gehirn komplexe kognitive Leistungen aus? Wie selektiert es dabei Reize, integriert Informationen, bringt aufgabenadäquate Antworten hervor ?
  • Wie werden die Gewinn- und Verlust- Rückmeldungen, die auf die einzelnen Entscheidungen folgen, kognitiv und emotional verarbeitet ?
  • Welche Schlüsse sind aus den neurophysiologischen Korrelaten von Gewinn, Verlust, Bestätigung und Irrtum zu ziehen ?
  • Wie sind die bisherigen Forschungsparadigmen zielgerichtet anzupassen ?
  • Wie und wie gut läßt sich das Verhalten des Probanden als determiniert durch die ihm dargebotene Information beschreiben (behaviorale Aspekte)?
  • Gibt es Hinweise darauf, daß auch ohne konventionell erklärbare physikalische Vermittlung systematische Korrelationen zwischen internen Gehirnzuständen/-prozessen und externen physikalischen Prozessen entstehen ?

Methoden:

Bild4 Bild5 Bild6
  • Laborexperimente mit gleichzeitiger EEG- und Verhaltensregistrierung bei komplexen kognitiven Aufgaben. Zum Einsatz kommt eine neu entwickelte Computersimulation, bei der die Versuchsperson an einer virtuellen Börse handelt.
© 2007 IGPP  (impressum) Stand: 29.1.2007