Parapsychologisches Glossar*

*Übersetzt und bearbeitet von Eberhard Bauer nach der im Journal of Parapsychology 55 (1991), pp. 437-440, erschienenen Fassung. Die englischen Originalbegriffe sind nochmals in eckigen Klammern [...] aufgeführt. Wir danken Dr. Ramakrishna K. Rao, dem Herausgeber des Journal of Parapsychology, für die freundlich erteilte Übersetzungserlaubnis (Red.).

Die meisten der hier definierten Begriffe sind dem von Michael A. Thalbourne verfassten Buch A Glossary of Terms Used in Parapsychology (London: William Heinemann 1982) entnommen bzw. angepasst. Dieses Buch sei denjenigen nachdrücklich empfohlen, die auf der Suche nach einem umfassenderen Glossar parapsychologischer Begriffe sind. [Der deutsche Leser kann noch das von Werner F. Bonin verfaßte Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz Verlag 1976 (Neuausgabe als Fischer-Taschenbuch 4500, Frankfurt/M. 1981) zu Rate ziehen.]

 

ABSINKUNGSEFFEKT [DECLINE EFFECT]: Bezeichnung für die allmähliche Abnahme hoher Trefferleistungen in einem parapsychologischen Experiment, die sich innerhalb eines Einzelversuchs, einer Versuchssitzung oder über einen längeren Zeitraum hinweg bemerkbar machen kann; kann sich auch auf das Nachlassen und Verschwinden einer parapsychischen Begabung beziehen.

AGENT [AGENT]: Diejenige Person in einem AASW-Test, die die Information betrachtet, die das Zielbild darstellt und die diese Information einem Perzipienten "senden" oder "übermitteln" soll; bei einem Telepathie-Test und bei Fällen spontaner ASW diejenige Person, deren psychischer Zustand von einem Perzipienten erfaßt wird. Der Begriff kann sich manchmal auch auf die Versuchsperson bei einem PK-Test beziehen.

ALLGEMEINE AUSSERSINNLICHE WAHRNEHMUNG (AASW) [GENERAL EXTRASENSORY PERCEPTION (GESP)]: Neutraler Sammelbegriff für solche Fälle von ASW, bei denen die paranormal vermittelte Information aus der Psyche einer anderen Person (in Form von Telepathie) oder von einem objektiven Ereignis bzw. Sachverhalt (in Form von Hellsehen) oder aus beiden Quellen stammen kann.

ANSAGE(N) [CALL]: (als Hauptwort) die Aussage, die der Perzipient beim Versuch macht, das Zielbild bei einem ASW-Test zu erraten; (als Verb) eine Aussage machen/Antwort geben.

ASW-KARTEN [ESP CARDS]: Spezielle, von J.B. Rhine eingeführte Karten zur Überprüfung von ASW; ein Standardpäckchen enthält 25 Karten mit je fünf verschiedenen Symbolen: Kreis, Kreuz, Quadrat, Stern, Welle.

AUSSERKÖRPERLICHE ERFAHRUNG (AKE) [OUT-OF-THE-BODY EXPERIENCE (OBE)]: Eine Erfahrung, die entweder spontan oder willentlich herbeigeführt sein kann, bei der sich der Fokus des Bewusstseins außerhalb des physischen Leibes zu befinden scheint.

AUSSERSINNLICHE WAHRNEHMUNG (ASW) [EXTRASENSORY PERCEPTION (ESP)]: Paranormale Kognition; ein Informationserwerb, der sich auf ein äußeres Ereignis, Objekt oder Geschehen bezieht (sei es psychisch oder physisch, vergangen, gegenwärtig oder zukünftig), ohne daß daran ein bekanntes Sinnesorgan beteiligt ist.

BEWEISORIENTIERT [PROOF-ORIENTED]: Bezeichnung für solche Experimente, die darauf abzielen, Beweismaterial für die Existenz von Psi-Effekten zu gewinnen.

DIFFERENTIELLER EFFEKT [DIFFERENTIAL EFFECT]: Bei einem Experiment, bei dem die Versuchspersonen unter zwei verschiedenen Bedingungen getestet wird, a) die Tendenz der Versuchspersonen, überzufällig unter der einen Bedingung und unterzufällig bei der anderen Bedingung abzuschneiden (und umgekehrt), b) die Tendenz, daß sich unter der einen Bedingung bei der Versuchspersonengruppe als Ganzer mehr Psi-Treffer zeigen und unter der anderen Bedingung mehr Psi-Nieten.

EINZELDURCHGANG [TRIAL]: Eine experimentell definierte kleinste Maßeinheit bei einem Psi-Test: bei einem ASW-Experiment versteht man darunter üblicherweise den Versuch, auf paranormale Art eine Information über ein einzelnes Zielobjekt zu gewinnen, bei einem PK-Test üblicherweise die einzelnen Ereignisse, die es zu beeinflussen gilt.

FERNWAHRNEHMUNG [REMOTE VIEWING]: Begriff für eine in Zusammenhang mit ASW verwendete besondere Versuchsplanung, bei der der Perzipient zu beschreiben versucht, in welcher Umgebung sich der räumlich entfernte Sender aufhält.

GANZFELD [GANZFELD]: Bezeichnung für eine bestimmte Art von Umgebung (oder eine Technik, diese zu erzeugen), die aus einer gleichförmigen, unstrukturierten sensorischen Stimulation besteht; ein audiovisuelles Ganzfeld kommt dadurch zustande, daß auf die Augen der Versuchsperson halbierte Tischtennisbälle plaziert werden, die von außen mit einer diffusen - häufig rötlichen - Lichtquelle angestrahlt werden; gleichzeitig bekommt die Versuchsperson "weißes Rauschen" über einen Kopfhörer eingespielt.

GENERATOR FÜR ZUFALLSEREIGNISSE (GZE) [RANDOM EVENT GENERATOR (REG)]: Eine zumeist elektronische Apparatur, die ein Konstruktionselement enthält, z.B. eine radioaktive Quelle, mit deren Hilfe sich eine Zufallsfolge von Zuständen erzeugen läßt; wird bei automatisierten Psi-Tests zur Erzeugung der Zielfolgen verwendet; bei PK-Tests kann der GZE selbst das Zielsystem darstellen, das die Versuchsperson beeinflussen soll; wird auch als Zufallszahlengenerator (ZNG) [Random Number Generator (RNG)] bezeichnet.

GESCHLOSSENES PÄCKCHEN [CLOSED DECK]: Eine Vorgehensweise, um die Abfolge der Zielbilder für jeden einzelnen Versuchsdurchgang zu erzeugen; die jeweils aufeinanderfolgenden Zielbilder werden dabei nicht unabhängig voneinander zufällig erzeugt, sondern eine bereits feststehende Anzahl von Zielbildern wird zufällig gemischt, wie z.B. ein Päckchen von 25 ASW-Karten, das jeweils genau fünf der üblichen Symbole enthält.

HELLSEHEN [CLAIRVOYANCE]: Paranormaler Informationserwerb, der sich auf einen Gegenstand oder ein gleichzeitig existierendes physikalisches Ereignis bezieht; im Unterschied zur Telepathie soll die Information von einer äußeren physikalischen Quelle stammen und nicht aus der Psyche einer anderen Person.

KRITISCHER BRUCH (KB) [CRITICAL RATIO (CR)]: Ein mathematischer Ausdruck, um zu entscheiden, ob der Grad der beobachteten Abweichung von der Zufallserwartung bei einem Psi-Experiment signifikant größer ist als das erwartete Ausmaß der Zufallsschwankungen um den Mittelwert; den KB erhält man, indem die beobachtete Abweichung durch die Standardabweichung geteilt wird; wird auch als z-Wert bezeichnet. Kritischer Bruch der Differenz (KBd) [Critical Ratio of the Difference (CRd)]: Ein kritischer Bruch wird verwendet, um zu entscheiden, ob die Trefferzahlen, die unter zwei unterschiedlichen Bedingungen (oder bei zwei verschiedenen Versuchspersonengruppen) auftreten, sich signifikant voneinander unterscheiden; man erhält ihn, indem die Differenz zwischen den beiden Gesamttrefferwerten durch die Standardabweichung der Differenz geteilt wird.

MAKRO-PK [MACRO-PK]: Jeder psychokinetische Effekt, dessen Nachweis nicht von einer statistischen Analyse abhängig ist; manchmal auch verwendet zur Kennzeichnung eines PK-Zielobjekts, das größer ist als quantenmechanische Prozesse, worunter Mikroorganismen, Würfel oder auch größere Objekte fallen können

MIKRO-PK [MICRO-PK]: Jeder psychokinetische Effekt, dessen Nachweis von einer statistischen Analyse abhängig ist; manchmal auch verwendet zur Kennzeichnung eines PK-Zielobjekts, das aus einem quantenmechanischen System besteht.

MITTLERE ZUFALLSERWARTUNG (MZE) [MEAN CHANCE EXPECTATION (MCE)]: Die durchschnittliche (oder "mittlere") Trefferanzahl oder der wahrscheinlichste Punktwert, der bei einem Psi-Experiment unter der Nullhypothese zu erwarten ist, wenn man von der Annahme ausgeht, daß beim Zustandekommen des Punktwerts nur der Zufall eine Rolle spielt.

OFFENES PÄCKCHEN [OPEN DECK]: Eine Vorgehensweise, um eine Abfolge von Zielbildern zu erzeugen, bei der jedes folgende Zielbild unabhängig von allen anderen ausgewählt wird; dies ist z.B. dann der Fall, wenn ein Standardpäckchen mit ASW-Karten "offen" ist, d.h. jedes vorhandene Symbol nicht notwendigerweise gleichhäufig vertreten ist.

PARANORMAL [PARANORMAL]: Bezeichnung für jedes Phänomen, das in einer oder mehrerer Hinsicht über die Grenzen dessen hinausgeht, was auf dem Hintergrund gegenwärtiger wissenschaftlicher Voraussetzungen als physikalisch möglich erscheint.

PARAPSYCHOLOGIE [PARAPSYCHOLOGY]: Die wissenschaftliche Untersuchung bestimmter paranormaler (oder angeblich paranormaler) Phänomene, worunter besonders ASW und PK fallen.

PERZIPIENT [PERCIPIENT]: Diejenige Person, die einen außersinnlichen Einfluß oder Eindruck erfährt oder "empfängt"; wird auch für jemanden verwendet, der auf ASW-Fähigkeiten getestet wird.

POLTERGEIST [POLTERGEIST]: Sammelbegriff für störende Vorfälle, die mit physikalischen Effekten angeblich paranormalen Ursprungs zu tun haben und auf eine schabernackartige oder zerstörerische Absicht hindeuten. Die Phänomene umfassen Vorgänge wie die unerklärliche Bewegung oder Zerstörung von Gegenständen, laute Knall- oder Klopfgeräusche, elektrische Störungen oder das Aufflammen von Bränden. Der Begriff ist hauptsächlich im anglo-amerikanischen Sprachbereich üblich.

POSITIONSEFFEKT (PE) [POSITION EFFECT (PE)]: Die bei einem Psi-Experiment beobachtbare Tendenz von Punktwerten systematisch zu variieren, je nachdem, an welcher Stelle des Protokollbogens des Einzelversuchs sie auftauchen.

PRÄKOGNITION [PRECOGNITION]: Eine Form von ASW, die die Wahrnehmung zukünftiger Ereignisse einschließt und die nicht aufgrund bekannter Ausgangsdaten in der Gegenwart abgeleitet werden kann.

PROZESSORIENTIERT [PROCESS-ORIENTED]: Bezeichnung für solche Experimente, die darauf abzielen, Abhängigkeiten zwischen Psi-Effekten und anderen Faktoren oder Variablen aufzudecken.

PSI [PSI]: Allgemeiner Begriff, der entweder als Substantiv oder Adjektiv verwendet wird, um ASW oder PK zu bezeichnen.

PSI-TREFFEN [PSI-HITTING]: Wenn sich Psi so manifestiert, daß das Zielobjekt, auf das die Versuchsperson eingestellt ist, häufiger "getroffen" wird (in Form einer korrekten Antwort bei einem ASW-Test oder der gelungenen Beeinflussung bei einem PK-Test), als unter reinen Zufallsbedingungen zu erwarten wäre.

PSI-VERFEHLEN [PSI-MISSING]: Wenn sich Psi so manifestiert, daß das Zielobjekt, auf das die Versuchsperson eingestellt ist, häufiger "verfehlt" wird (in Form einer falschen Antwort bei einem ASW-Test oder der mißlungenen Beeinflussung bei einem PK-Test), als unter reinen Zufallsbedingungen zu erwarten wäre.

PSYCHOKINESE [PSYCHOKINESIS]: Paranormale Aktion; die psychische oder geistige Beeinflussung eines physikalischen Systems, die sich mit Hilfe bekannter physikalischer Energien nicht völlig erklären läßt.

REAKTIONSVERFÄLSCHUNG [RESPONSE BIAS]: Die Tendenz, auf voraussagbare, nicht-zufällige Art zu reagieren oder sich zu verhalten.

RETROAKTIVE PK [RETROACTIVE PK]: ein rückwärts in die Zeit gerichteter PK-Effekt; wenn man sagt, das Ereignis A wurde durch retroaktive PK verursacht, dann heißt dies, daß sich A nicht in der Weise zugetragen hätte, wie es tatsächlich der Fall gewesen war, wenn nicht ein späterer PK-Effekt einen Einfluß auf es ausgeübt hätte; manchmal auch als Retro-PK abgekürzt; auch als rückwärts gerichtete PK oder zeitverschobene PK bezeichnet.

SCHAF-BOCK-EFFEKT (SBE) [SHEEP-GOAT-EFFECT (SGE)]: Bezeichnung für das Akzeptieren der Möglichkeit, daß ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von ASW unter bestimmten experimentellen Bedingungen und der tatsächlichen Trefferleistung in einem ASW-Test besteht; in einem engeren Sinn Bezeichnung für die Tendenz, daß solche Versuchspersonen, die dieser Möglichkeit nicht ablehnend gegenüberstehen ("Schafe"), überzufällig und solche, die diese Möglichkeit ablehnen ("Böcke"), unterzufällig abschneiden.

ÜBERLAGERUNGSEFFEKT [STACKING EFFECT]: Ein fälschlicherweise hoher (oder niedriger) Punktwert in einem ASW-Test, wenn zwei oder mehrere Versuchspersonen Aussagen über die gleiche Abfolge von Zielsymbolen machen; er kommt infolge einer zufälligen Überlagerung zwischen den Rategewohnheiten der Perzipienten und den Besonderheiten in der Abfolge der Zielsymbole zustande.

SICHERHEITSANSAGE [CONFIDENCE CALL]: Eine Ansage, bei der die Versuchsperson verhältnismäßig sicher ist, daß sie zutreffend ist und dies auch angibt, bevor die Ansage mit dem Zielobjekt verglichen wird.
SPONTANFALL [SPONTANEOUS CASE]: Jedes parapsychische Ereignis, das spontan und häufig unvorhergesehen in einer natürlichen Situation auftritt - im Unterschied zu den experimentell provozierten Psi-Phänomenen im Labor.

TECHNIK DER MEHRHEITSWAHL (MW) [MAJORITY-VOTE TECHNIQUE (MV)]: Die sogenannte wiederholte oder mehrfache Ratetechnik bei ASW-Tests. Dasjenige Symbol, das von einer Versuchsperson (oder einer Versuchspersonengruppe) am häufigsten genannt wird, wird in bezug auf das betreffende Zielobjekt als Reaktion der "Mehrheitswahl" bezeichnet; dahinter steht die Annahme, daß diese Reaktion mit größerer Wahrscheinlichkeit zutreffend sein dürfte als diejenige, die nur auf einer einzelnen Aussage beruht.

TELEPATHIE [TELEPATHY]: Der paranormale Informationserwerb, der sich auf Gedanken, Gefühle und Handlungen eines anderen bewußten Lebewesens erstreckt.

TEST MIT BEGRENZTER ANTWORTMÖGLICHKEIT [FORCED-CHOICE TEST]: Jeder ASW-Test, bei dem der Perzipient eine Aussage über feststehende und vorher bekannte Wahlmöglichkeiten machen muß.

TEST MIT FREIER ANTWORTMÖGLICHKEIT [FREE-RESPONSE TEST]: Jeder ASW-Test, bei dem die Auswahl möglicher Zielobjekte relativ unbegrenzt und dem Perzipienten unbekannt ist; er kann daher jeden Eindruck wiedergeben, der ihm in den Sinn kommt.

VERSCHIEBUNG [DISPLACEMENT]: Eine ASW-Form, die ein Perzipient zeigt, der konsistent ein Zielsymbol nennt, das in bezug auf das bei dem jeweiligen Einzeldurchgang tatsächlich in Frage kommende Zielsymbol in räumlicher oder zeitlicher Hinsicht um eine (oder mehrere) Position(en) verschoben ist. Rückwärts gerichtete Verschiebung [Backward Displacement]: Verschiebung, bei der das außersinnlich erfaßte Zielsymbol dem tatsächlich gemeinten Zielsymbol um eine, zwei oder mehrere Positionen vorausgeht (mit -1, -2 usw. bezeichnet). Vorwärts gerichtete Verschiebung [Forward Displacement]: Verschiebung, bei der das tatsächlich erfaßte Zielsymbol um eine, zwei oder mehrere Positionen dem tatsächlich gemeinten Zielsymbol nachfolgt (mit +1, +2 usw. bezeichnet).

VERSUCHSDURCHLAUF [RUN]: Eine festgelegte Anzahl von Einzeldurchgängen in einem Psi-Experiment.

VERSUCHSLEITEREFFEKT [EXPERIMENTER EFFECT]: Ein experimentelles Ergebnis, das nichts mit der Manipulation der fraglichen Variablen an sich, sondern mit dem Verhalten des Versuchsleiters selbst zu tun hat, wie z.B. eine nichtgewollte Kommunikation mit den Versuchspersonen, oder möglicherweise ein psi-vermittelter Effekt in Übereinstimmung mit einer Wunschvorstellung oder bestimmten Motivation des Versuchsleiters.

VARIANZ [VARIANCE]: Ein statistischer Ausdruck für das Ausmaß, in dem eine Gruppe von Punktwerten um ihren Mittelwert herum verteilt sind oder streuen; formal wird darunter das Mittel der quadrierten Abweichungen von ihrem Mittelwert verstanden; in der Parapsychologie wird darunter zumeist die Streuung einer Gruppe von Punktwerten um ihren theoretischen Mittelwert (z.B. als MZE) verstanden und weniger um ihren tatsächlich beobachteten Mittelwert. Varianz der Punktwerte pro Versuchsdurchgang [Run-Score Variance]: Die Varianz des Mittelwerts der Punktwerte, die bei den einzelnen Versuchsdurchgängen erzielt wurden. Versuchspersonenvarianz [Subject Variance]: Die Varianz des Mittelwerts des Gesamtpunktwerts einer Versuchsperson.

WIEDERKEHRENDE SPONTANE PSYCHOKINESE (WSPK) [RECURRENT SPONTANEOUS PSYCHOKINESIS (RSPK)]: Bezeichnung für paranormale physikalische Effekte, die wiederholt über einen längeren Zeitraum hinweg auftreten; wird hauptsächlich als Fachausdruck für Poltergeistphänomene verwendet.

ZIELBILD [TARGET]: In einem ASW-Test das Objekt oder der Vorgang, das oder den der Perzipient mittels einer paranormal vermittelten Information zu identifizieren versucht; in einem PK-Test das physikalische System (oder ein vorherbestimmter Zustand desselben), das (oder den) die Versuchsperson zu beeinflussen oder herbeizuführen versucht.

ZIELORIENTIERT [GOAL-ORIENTED]: Bezeichnung für die Annahme, daß sich mittels Psi die Intention einer Versuchsperson oder eines Experimentators so ökonomisch wie möglich realisieren läßt, und zwar unabhängig von der Komplexität des daran beteiligten physikalischen Systems.
© 2007 IGPP  (impressum) Stand: 29.1.2007